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Flashmobbing

Langsam komme ich voran und bin auf Anraten der Seminarleitung auf del.icio.us gelandet (http://del.icio.us/tag/forevideo). Diese Seite wurde uns schon am letzten Montag ganz kurz vorgestellt und es ging bei mir unter. Nachdem ich nun aber in diesem Blog ein wenig meiner Erfahrungen aufschreibe und es vor allem alles reflektieren kann, kommt schon mal die Lust, etwas genauer hinzusehen. So bin ich über das seminarinterne Wiki auf den konkreten Link zu del.icios.us gekommen und finde dort ein Video zu Flashmobbing.

Dies kurzerhand angeklickt und ich lande bei Spiegel Online Viedo. Toll, dass inzwischen barrierefrei der Zugang funktioniert und mit einem Klick (und schnell das Headset aufgesetzt) kann ich mir das Video anschauen: http://www.spiegel.de/video/video-29011.html

Ich bin mehrfach begeistert:

erstens hinterlegen andere einen ihrer Meinung nach interessanten Link, den ich problemlos und ohne Hindernisse anklicken kann. Offensichtlich bestehen bei anderen keine Ängste, ihre Informationen zu teilen. Wenn ich an mich selbst denke, dann habe ich in meinem Hinterkopf immer so einen kleinen Mann sitzen, der mich davon abhalten will, meine Infos zu sharen; immerhin will ich doch meinen Informationsvorsprung behalten und anerkennende Blicke ernten und Komplimente einheimsen, wenn ich dann mal im richtigen Moment mit dieser Information glänzen kann. Es ist faszinierend zu beobachten, wie andere ohne Gegenleistung und vielleicht auch ohnen einen Nutzen daraus ihre Informationen weitergeben. Klar, die Info verschwindet ja nicht aus meinem Kopf nur weil ich sie anderen gebe. Und vielleicht gewinne ich ja Anerkennung damit, dass ich stets interessante Infos finde und sie anderen bereitstelle. Zumindest ist das eine Anerkennung, die ich denjenigen zolle, die auf del.icios.us ihre Links mit mir und anderen teilen. Und um mich nicht in eine Schublade stecken zu lassen, in der ich mich nicht wiederfinden will: dieser Blog hier ist ja auch eine Sammlung von Infos, die ich selbst besorgt, gefunden oder mir anderweitig zugänglich gemacht habe. Und ich habe ein gutes Gefühl dabei, anderen interessante Links zu präsentieren.

Zweitens bin ich begeistert, dass ich mir so völlig problemlos auf Spiegel Online Video das Video anschauen kann. Haben die denn gar keine Profitgier? Die stellen es kostenlos bereit, ich muss nichts zahlen, habe kein Abonnement vom Spiegel und investiere nichts außer ein wenig Zeit - toll!

Drittens bin ich vom Flash Mobbing begeistert: da treffen sich zu einem verabredeten Zeitpunkt eine Reihe von Menschen und machen ganz kurzweilig etwas. So gab es eine Aktion, sich 45 Sekunden lang vor ein Denkmal zu legen oder 1 Minute lang mit Fahrrädern einen Verkehrskreisel lahmzulegen. Niemand nahm es böse, ich kann nicht den Ansatz einer Demonstration erkennen und ich kann auch nichts sinniges darin finden. Es ist einfacher Spaß, der niemandem weh tut und den einem niemand übel nimmt. Ich bin hellauf begeistert. Interessant finde ich, wie aus der Idee heraus (auf sowas muss man erst mal kommen) über social networking sich tatsächlich realiter Menschen treffen um das zu machen, was virtuell vorgeschlagen wurde - und keiner weiß womöglich, wer das initiiert hat. Faszinierend: es schien keine *Führer* zu geben. Niemand, der das Kommando innehatte. Es schien sich vor Ort jemand zu finden, der das irgendwie machte - aber nun gut: das war im Viedo auch nicht zu sehen. Nachgedacht: einen McDonald's mit einer Bestellung von über 10.000 Burgern lahmzulegen bedarf irgendwo doch schon einer gewissen Organisation und eines oder mehrer *Führer*. Das Video macht Spaß, ist kurzweilig und absolut empfehlenswert für ein paar Sekunden lächeln, schmunzeln und nachdenken über Web 2.0.

Danke für den Link :-)

19.4.08 14:36

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


acw / Website (21.4.08 09:13)
del.icio.us als social-bookmarking-tool zeichnet die erfolgsgeschichte des web 2.0 nach: es ist eine win-win-situation - für alle beteiligten. zwar können einzelne nur an den fundstücken anderer partizipieren, ohne sihc einzubringen. den wahren mehrwert erfährt man aber erst, wenn man sich aktiv beteiligt. so wäre es vermessen von mir zu behaupten, ich hätte auch nur annähernd einen überblick über die von mir gespeicherten bookmarks (aktueller stand: 1600, wie ich gerade festgestellt habe). ich nutze also delicious zum persönlichen wissensmanagement: oft erinnere ich, irgendwann einmal etwas zum thema abgespeichert zu haben - ich suche in meiner tag-cloud oder gebe ein naheliegendes stichwort ein - schon erhalte ich eine auswahl meiner eigenen bookmarks - als auch passende favourites anderer personen. das ist gelebtes serendipity: man findet plötzlich etwas, was man gar nciht explizit suchte, aber dennoch durchaus hilfreich ist. das ist die motivation, seine eigenen links zu sharen.

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