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FinanzVidCast - Börse Frankfurt

Obwohl ich täglich den Newsletter der Börse Frankfurt bekomme, achte ich gar nicht so genau darauf, was dort alles angepriesen wird - die Informationsflut ist einfach zu hoch.

Da ich gerade jedoch sensibilisiert bin für Vidcasts, habe ich mir den einen Newsletter etwas genauer angesehen und finde dort Vorträge zur letzten Invest 2008 aus Stuttgart (Finanzmesse für private Kapitalanleger).

http://boerse-frankfurt.com/pip/dispatch/de/listcontent/private_investors/service/podcast.pip.html

Dort sind 20 Vorträge samt passender PowerPoint-Präsentation zum anschauen und download hinterlegt (PDF+MP3); rd. 7-20 MB Größe. 

Neben hochaktuellen Themen wie eine technische Analyse der Kapitalmärkte bezogen auf Mitte April 2008 (3 Monate später ist diese Analyse natürlich absolut nutzlos) sind aber auch grundsätzliche Vorträge gehalten worden. So gab es 2 Vorträge zu ETF's (Exchange Traded Funds) und zu einem Investment in BRIC-Ländern.

Diese VidCasts lassen sich ganz wunderbar in einem blended-learning-Konzept verwenden. Da sie bereits öffentlich sind, ist eine Verwendung im Lehrkontext ohne vorherige explizite Genehmigung möglich.

Ein Teilkonzept könnte so aussehen: die Schüler, Studenten oder Teilnehmer eine Weiterbildung erhalten über die Lernplattform oder - wenn der Link noch bestehen sollte - direkt den Link zugesandt mit der Aufforderung, sich den Vortrag anzuschauen und anzuhören. Gleichzeitig schicken Sie ein Aufgabenblatt mit, das didaktisch sinnvoll einige sehr kurze Aufgaben stellt, wie z.B. die Frage nach Definitionen und den Vor- und Nachteilen, möglichen Verwendungsformen etc. Die gelösten Aufgaben werden entweder über die Lernplattform wieder hochgeladen und von Ihnen mit einem Feedback versehen; oder die Teilnehmer bringen die Lösungen zur nächsten Präsenzveranstaltung mit und Sie sprechen darüber.

Insgesamt hat solch ein Konzept Vorteile:

(1) Man kommt mal vom stupiden lehrerzentrierten Unterrichtsstil weg. Sicher ist auch der Vortrag lehrerzentriert - aber es ist mal jemand anderes: Abwechslung tut gut.

(2) Solche professionellen Vorträge sind fast immer sehr gut visualisiert - ich selbst bräuchte für solche Slides eine Menge Zeit und das für einen lediglich 30 minütigen Kurzvortrag.

(3) Sie können Präsenz(lehr)zeit auslagern in das Selbststudium. Wenn Sie selbst den Vortrag so oder abgewandelt halten würden und Fragen zwischendurch zulassen, werden Sie sicher mehr als 30 Minuten brauchen. Damit bleibt in den Präsenzveranstaltungen mehr Zeit für anderen Lehrstoff.

(4) Jeder Teilnehmer kann für sich entscheiden, ob und wann er sich die Vorträge anschaut und die Aufgaben bearbeitet. In der Präsenzlehre sind alle gemeinsam auf die vereinbarte Zeit verhaftet und (ausnahmsweise) lustlose Teilnehmer stören womöglich durch ihr demonstratives Nichtstun.

(5) Die Aufgaben können so gestaltet werden, dass über den Vortrag hinweg auch das Internet zum Einsatz kommen kann und damit ein weiterer Medienwechsel stattfindet - dagegen ist fast nie etwas einzuwenden. Stellen Sie Fragen - und geben Sie entsprechende Hinweise auf Internet-Seiten -, die nicht direkt aus dem Vortrag hervorgehen und nur nach einer kleinen Suche gefunden werden können. Aber: nicht zu schwer machen, sonst entscheiden sich womöglich zu viele Teilnehmer dafür, es nicht zu tun.

Ich bin ganz begeistert von diesen Vorträgen und in Gedanken schon dabei, es in meine nächsten blended-learning-Konzepte einzubringen. Übrigens sind auch in den Powerpoint-TV-Folgen Tutorials eingebaut (siehe weitere Blog-Einträge). Diese können ja auch mit einem einfachen Video-Splitter herausgeschnitten und als Schulungsvideos bereitgestellt werden - für alle, die Powerpoint unterrichten.

Nun gibt es diese Investmenttage mehrere Male im Jahr und es wird eine willkommene Herausforderung sein, die entsprechenden Links im Internet zu finden. Die Börsenseiten scheinen ja schonmal ein guter Ansatz zu sein.

23.4.08 08:25

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