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Wegweiser durch den Lehrstoff

Beim Wandern nimmt man die Karte, im Auto wird das Navigationssystem bemüht. Was aber machen wir in der Lehre? Bestenfalls gibt es ein Gliederungsschema oder den Hinweis auf ein Lehrbuch mit entsprechender Kapitalangabe.

Besser ist es hingegen, wenn wir Dozenten gelegentlich den geschritten Weg kurz in Erinnerung rufen und zudem nochmals kurz zeigen, was noch vor uns liegt. Niemand will beim Wandern auf die nächste Abzweigung hoffen, auf das dort endlich das Ziel vor uns emporragt. Wir wollen schon genau wissen, wie lange wir noch wandern und was wir - in etwa - noch so alles sehen werden. 

Ein paar Wegweiser sind da ganz hilfreich. - Besonders schwierig ist es am Anfang einer Wanderung, wie jeder erfahrene Wanderer weiß. So ist es auch in den Lehrveranstaltungen. Unsere Zuhörer erwarten von uns eine Hilfe zur Orientierung - und das ganz besonders am Anfang der Veranstaltung.

Um den Überblick zu behalten, müssen sie wissen, wo sie sich befinden, wo das, was wir vortragen werden, einzuordnen ist. Daher müssen wir für sie Wegweiser zur Orientierung aufstellen. Dann können Sie sich mit Hilfe ihrer - jeweils ganz persönlich strukturierten - geistigen Landkarte zurechtfinden. 

Wo sind wir hier? - Im Vortrag beantworten wir das meist so, dass wir auf der geistigen Landkarte von den großen Orientierungspunkten ausgehen, die alle kennen, und dann das kleine Dorf suchen, von dem aus unsere Exkursion startet. In der fortlaufenden Lehrveranstaltung beschreiben wir den Weg, den wir bisher gemeinsam gegangen sind und finden so den Punkt, an dem die heutige Wanderung beginnt.

Wohin gehen wir? - Die Wanderung wird Freude machen, wenn wir die zu erwartenden Schönheiten beschreiben und schildern, wie wir dorthin kommen werden. Übertragen heißt das: unsere Zuhörer werden motiviert, uns zuzuhören - sie "lernen besser". Stellen wir Wegweiser für sie auf!

Es sind übrigens drei Fragen, die uns dies beantworten:

  • Woher kommen wir?
  • Wo sind wir?
  • Wohin gehen wir?

Bisher habe ich ganz gute Erfahrungen mit einem MindMap gemacht - was ja "etwas freier" übersetzt auch geistige Landkarte heißt. Versuchen Sie sich mal daran. Der Computer unterstützt Sie mit professionellen Programmen wie MindManager, aber es gibt auch kostenlose Programme wie Inspiration Professionel.

Andernfalls hilft ein sauber gezeichnetes MindMap auf dem Papier.

13.3.06 20:11

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