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Präsentationen

Farbschemata in PowerPoint

Aus dem PowerPoint-TV kommen eine Menge guter Vorschläge zur Optimierung der eigenen Präsentationen.

Auf der Website www.colormatch.dk finde ich einen Color Scheme Chooser. Wenn ich eine willkürliche Grundfarbe vorgebe, ergänzt diese Applikation korrespondierende und passende Farben für eine Präsentation. Dies ist für die augenschonende Entwicklung von Farbschemata außerordentlich hilfreich. Weiter: es können Regeln für die Farbschemata vorgegeben werden, so Komplementärfarben, Monochrome (auf dem gleichen Farbstrahl), Analoge (dicht beieinander liegende Farben) und noch ein 2-3 Spielereien. Auf Anhieb macht es Spaß, harmonische Farbschemata zu entdecken.

Manko: die verschiedenen Farben sind nur als Hex hinterlegt und müssen abgeschrieben und dann umgerechnet in RGB werden, um sie dann wieder in PowerPoint einzugeben. Das ist mir zu mühsam. Ich warte auf Version 2; dort sollen gewählte Farbschemata abgespreichert werden können - hoffentlich dann auch leicht in PowerPoint wieder implementierbar.

Eine weitere Applikation zum Thema Farbschemata findet sich unter http://kuler.adobe.com. Nachdem die neueste Flash-Player Version installiert wurde, kann man dort vorgefertigte Farbschemata bewundern. In ganzer Web 2.0- Manier hinterlegen User ihre besten Ideen und ich kann sie mir anschauen. Auch hier hilft mir die Applikation dabei, die RGB-Werte anzuzeigen, jedoch muss ich sie mir wieder manuell notieren und mühsam in mein PowerPoint eingeben. Jedoch sind es fantastische Ideen von anderen Usern und ich werde mich auf jeden Fall dort bereichern.

Weiteres Feature auf der Seite: wenn ich den Button *Create* anwähle, komme ich in einen Editor und kann, analog meiner oberen Erklärungen, selbst Farbschemata erstellen. Hier sind mir hingegen gleich mal die RGB-Werte angegeben. Hingegen schlägt mit die Applikation keine korrespondierenden Farben vor, aber ich kann anhand ganz simpler grafischer Führung selbstständig und ganz einfach neue Farbkombinationen zusammenstellen. Das macht sogar Spaß!

 

1 Kommentar 20.4.08 13:38, kommentieren

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PowerPoint-TV

Letzte Woche stoße ich zufällig bei der Suche nach PowerPoint-Hilfen auf die Website www.ppt-tv.de. Dort sind die beiden Autoren der PowerPoint aktuell dabei, VidCasts zu erstellen. Bis dato (April 2008) sind dort 20 Folgen ihrer rund 40 Minüten langen Sendungen hinterlegt. In ihnen stellen sie neben außerordentlich interessanten Links auch Tutorials ein.

Inzwischen habe ich mir die ersten 3 Folgen angesehen und bin hellauf begeistert. Kernpunkt bilden die Tutorials. So wurde in der 1. Folge die Bedieneroberfläche mit ihren Voreinstellungen auseinandergenommen. Warum sollte ich die Rechtschreibprüfung aktivieren und neue Features aus PowerPoint 2007 deaktivieren (um kompatibel mit früheren Versionen zu sein). Klingt beim lesen trivial, jedoch habe ich mir gleich ein paar Bemerkungen gemacht:

- Truetype-Schriften nicht einbetten, denn es kostet zuviel Speicherplatz. Dies wird insbesondere wichtig, wenn man seine Slides im Internet oder über eine Lernplattform bereitstellt.

- keine Großbuchstaben zu Beginn eines Satzes und einer Tabellenzelle: ja, ich ärgere mich, dass ich nachträglich immer wieder die Buchstaben klein machen muss - schön, dass es dafür in den Voreinstellungen ein Häkchen gibt.

- keine Gedankenstriche: Endlich weiß ich, wo ich es ausschalte, denn ich will selbst entscheiden, wo ich einen Gedankenstrich oder einen Bindestrich machen will.

In der 2. und 3. Folge ging es um Farbschemata, wie sie manuell erstellt werden, welche Gütekriterien an gute Farbschemata zu stellen sind und wie ich an vorgefertigte Farbschemata aus anderen Präsentationen oder Fotos komme. Hier wurde auch ein Colour Scheme Manager vorgestellt (http://skp.mvps.org/csm.htm). Mit diesem Add-In kann ich aus meinen Präsentationen die Farbschemata in den Manager übertragen und aus dem Manager in neuen Präsentationen anwenden. Ich habe dies gleich mal ausprobiert und meine diversen Farbschemata in den Manager integriert. Ich werde nun einfach ausprobieren können, wie sich neue Farbschemata in den verschiedenen Slides machen werden.

An interessanten Links - es sind immer nur so 2-3 pro Folge - werden Add-ins (Colour Scheme Manager), kleine Open-Source-Programme (www.gimp.org) und auch kommerzielle  Websides für Vorlagen oder Animationen vorgestellt.

Insgesamt absolut sehenswerte VidCasts und außerordentlich lehr- und hilfreich. Ich bin begeistert!

 

2 Kommentare 20.4.08 13:24, kommentieren

Was man so alles falsch machen kann

Neulich habe ich wieder mal audio-visuelles Training gegeben und mir dabei für jeden Präsentator und jede Präsentatorin ein paar Notizen gemacht und dann ein entsprechendes Feedback gegeben.

Hier nun eine Auswahl der Dinge, die optimierungswürdig waren - vielleicht ist es eine Hilfe, für diejenigen, die es lesen:

(1) Entschuldigen

Wenn ich Vorne stehe, dann verkörpere ich zwar nicht das allwissende Wesen. Wohl aber bringe ich mit Überzeugung die Dinge herüber, von denen ich will, dass sie bei meinem Publikum ankommen. Dabei finde ich es nicht sinnvoll, sich z.B.

  • für seine schwer lesbare Schrift,
  • für ein unübersichtliches Tafelbild,
  • falsche Farben auf der Folie oder
  • Fehlfarben in PowerPoint

zu entschuldigen. Sinnvoller finde ich es, diese "Störung" anzusprechen und für die Zukunft Besserung zu geloben.

(2) Abkürzungen

Es gibt eine Reihe von Abkürzungen, die jeder kennt und die ganz sicher problemlos benutzbar sind. Sobald jedoch - meistens aus Platzmangel - neue Abkürzungen eingeführt werden, wird das Tafelbild/Slide/Folie spätestens ein paar Sekunden später nicht mehr lesbar sein. So weiß ich vielleicht im Moment des Anschreibens noch, dass *GF* für Geschäftsführer steht. Spätestens, wenn ich nach ein paar Minuten auf diesen Slide/Flipchart zurückkomme, weiß keiner mehr so genau – zumindest wird wohl einer nachfragen – was „GF“ war. Manchmal ergibt es sich aus dem Kontext. Ich rate generell dazu, keine Abkürzungen zu benutzen, die nicht allgemein anerkannt sind.

(3) Mehrheiten

Sobald wir als Dozenten einen neuen Zusammenhang erklären wollen, fragen wir meistens bei unserer Zuhörerschaft nach, ob diese oder jene grundlegenden Zusammenhänge bekannt sind, sodass wir dort anknüpfen können. Es kommt meistens vor, dass jeder Dritte nickt, die meistens sich jedoch gar nicht äußern. Dies nehmen wir zum Anlass, anzunehmen, dass das Fundament vorhanden ist und wir unseren neuen Lehrstoff darauf aufbauen können.

Leider ist es aber genau andersherum: Diejenigen, die sich gar nicht äußern, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit dieses Fundament eben doch nicht. Es ist also ratsam, expliziter nachzufragen. Zumindest sollte das Fundament nochmals kurz untersucht werden. Andernfalls hat man einige Teilnehmer verloren und sie kommen womöglich in den Lehrstoff nicht mehr rein.

(4) Verabschiedung

So manch Präsentator verabschiedet sich mit Worten, schaut dabei jedoch schon zur Tür oder ist gar mit dem ersten Schritt schon dorthin unterwegs. Besser finde ich es, vor den Abschiedsworten eine kurze Pause zu machen, sich zu sammeln und dann die ensprechenden Worte zu formulieren. Dabei die Zuhörerschaft anschauen, das Nicken, Lächeln oder bedankende Klopfen auf den Tisch abzuwarten und sich dann von der Bühne zu entfernen. Das Feedback aus dem Auditorium schmeichelt zumindest mir immer wieder die Seele und ich fühle mich wohl.

(5) Zeit zum Lesen lassen

Es kommt ja durchaus vor, dass wir als Dozenten oder Präsentatoren ein paar mehr Zeilen auf unseren Slide oder die Folie geschrieben haben. Da uns bekannt ist, was darauf steht, rutscht es so manchem Präsentator durch, auch dem Publikum Zeit zu lassen, den Slide oder die Folie zu lesen. Mir gelingt es, indem ich selbst nochmals die Folie lese. Wenn ich dann aufschaue, kann ich schon einige Teilnehmer wieder in gespannter Haltung sehen, andere sind noch beim Lesen. Auf dann kann ich weitermachen.

1 Kommentar 13.10.07 17:09, kommentieren

Rechtschreibfehler

Die Bcuhstbaenrehenifloge in eneim Wrot ist eagl

Ncah enier nueen Sutide, die uetrn aerdnem von der Cmabirdge Uinertvisy dührruchgeft wrdoen sien slol, ist es eagl, in wlehcer Rehenifloge Bcuhstbaen in eneim Wrot sethen, Huaptschae, der esrte und ltzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien Setlle. Die rsetclhien Bshcuteban kenönn ttoal druchenianedr sien, und man knan es tortzedm onhe Poreblme lseen, wiel das mneschilhce Gherin nhcit jdeen Bcuhstbaen enizlen leist, snodren das Wrot als gnazes. Mti dme Pähonemn bchesfätgein shci mherere Hhcochsluen, acuh die aerichmkianse Uivnäseritt in Ptstbigurh. Esrtmlas üebr das Tmeha gchseibren hat aebr breteis 1976 - und nun in der rgchitien Bruecihhsetnafoelngbe - Graham Rawlinson in sieern Dsiestraiton mit dem Tetil "The Significance of Letter Position in Word Recognition" an der egnlsicehn Uitneivrsy of Ntitongahm.

Irgendwie gibt einem das schon zu dneken!

Aber was denke ich dazu?

Wenn ich von meinen Studenten Seminararbeiten und Essays bekomme, dann will ich, dass diese orthografisch einwandfrei sind. Nicht, dass ich den Text nicht auch lesen könnte, wenn er so aussähe wie der obige Absatz.

Es geht um die äußere Form, vielleicht auch um den äußeren Eindruck: Wenn dieser schon nicht so gut ist, dann kann der Inhalt nicht besser sein. Gerade, wenn es um so einfache Dinge wie Orthografie ginge. Wenn jemand bei solch einfachen Dingen schon so sorglos ist - schlimmer noch: es dem Verfasser egal ist - dann wird der komplexere und schwierigere Inhalt wahrscheinlich ebenfalls sorglos behandelt sein. Da kann dann gar nichts gut Geschriebenes bei herauskommen.

Ein Trugschluss, natürlich!

Aber haben wir uns nicht alle schon einmal dabei erwischt, wie wir im Kopf zwei Stapel gemacht haben: "Sieht gut aus" - "Sieht nicht so gut aus". Wir bleiben dann beim Stapel der gutaussehenden Dinge und sind auch gleich wohler gestimmt, was die Benotung angeht.

Moral für die Lehre: selbst möglichst fehlerfrei mit seinen eigenen Skripten sein und dies auch von seinen Studenten verlangen.

Noch einen oben drauf gesetzt: Im Berufsalltag will der Chef ein schönes Layout, Fehlerfreiheit und dazu noch stimmige Formulierungen.

Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal - das geht nun wirklich nicht!

30.10.06 12:38, kommentieren

Folien/Minute

Ob es wohl immer noch schneller geht? Gerade ist Olympia vorbei und es wurden noch immer Rekorde aufgestellt. Es scheint also immer noch schneller zu gehen. 

Trotzdem muss es doch eine natürliche Grenze geben. Studenten müssen, wenn sie in unseren Lehrveranstaltungen mitarbeiten, Denkprozesse ausführen. Gleiches gilt natürlich für die Lernenden in der Erwachsenenbildung und für Schüler. Mancher ist in diesen Denkprozessen ein bisschen schneller, manch einer braucht ein wenig länger. Wo aber ist die goldene Mitte zu finden?

Oft genug erlebe ich mich selbst, wie ich bei - für mich - einfachen Sachzusammenhängen immer schneller werden. Ich lasse einen Denkschritt aus oder verkürze ihn stark. Alles nur, um in der mir verbleibenden Zeit meinen Lehrstoff noch zu schaffen. Aber mein Auditorium ist längst ausgestiegen und ich sehe wieder das Eichhörnchen-Syndrom: sammeln, sammeln, sammeln für später.

Die Wissensvermittlung durch immer schnelleren Input zu beschleunigen, kann aber nicht funktionieren. Mitdenken braucht - auch in seiner schnellsten Form - eine merkbar endliche Zeit. Und sie ist nach meinen Beobachtungen sehr viel länger als wir das als Dozenten gerne hätten.

Eine grobe Richtlinie für einen Vortrag, der ausschließlich über Power-Point oder Folien läuft, besagt, dass pro Folie etwa 2-3 Minuten gerechnet werden sollten. Macht bei einer 90-minütigen Lehreinheit rd. 40 Folien, einschl. Strukturfolien wie Überschriften, Gliederungs- und Schlussfolien. Und das ist meiner Erfahrung nach noch immer zeitlich sehr eng geschätzt und gilt auch nur für Folien, die optimal beschrieben sind (Sie erinnern sich? 5 Zeilen, 5 Wörter).

Meistens redet man bei mancher Folie etwas mehr und bei manchen Folien etwa die geplante Zeit. Also gilt es, den Lehrstoff kräftig zu reduzieren und sich vor allem streng an die Richtlinie zu halten - oder besser: weniger ist mehr!

1 Kommentar 6.3.06 20:02, kommentieren